de it en

Gemüsesorten aus Südtirol

Wissenswertes über Kartoffeln, Blumenkohl und Co.

Wissenswertes über Kartoffeln, Blumenkohl und Co.

Mehrere Gemüsesorten bekommen das Qualitätszeichen. Hauptsächlich sind das Blumenkohl, Radicchio, Rote Rüben, Eisbergsalat, Kartoffeln, Spargel, Kohl, Sauerkraut, Blaukraut und Rübenkraut. Lesen Sie in den folgenden Zeilen mehr zu den verschiedenen Gemüsesorten und ihren Eigenschaften. Außer den hier aufgeführten Sorten gibt es noch weitere Gemüsesorten. Diese werden allerdings in kleineren Mengen angebaut.


Spargel

Südtiroler Spargel wird vorwiegend im Etschtal angebaut. Er gedeiht am besten auf humusreichen Sandböden, diese erwärmen sich schnell und garantieren einen geraden Wuchs. Besonders wirkt sich aber die hohe Sonnenstundenanzahl positiv auf die Qualität des Spargels aus. Südtiroler Spargel mit dem Qualitätszeichen wird täglich frisch von Hand geerntet und sofort nach dem Ernten gekühlt.


Spargel ist ein gesundes und vor allem schmackhaftes Gemüse. Es beinhaltet neben den wichtigen Nährstoffen (Kalium, Phosphor, Magnesium, Calcium und Eisen) und Vitaminen (A, C, E, B6, B2, B1) noch Asparaginsäure. Dieser Wirkstoff wurde schon von den antiken Griechen entdeckt und zur Entschlackung des Körpers genutzt. Der Verzehr von Spargel regt außerdem die Nierentätigkeit an und hat eine hautreinigende Wirkung.


Blumenkohl

Der Blumenkohl wird in Italien schon seit 300 Jahren angebaut. Das größte Anbaugebiet in Südtirol liegt in Laas im Vinschgau. Der Blumenkohl wird in Südtirol allerdings auch im Eisacktal, im Pustertal und auf dem Ritten angebaut. Durch die langsame Reife in den Bergen Südtirols, entwickelt der Blumenkohl mehr Geschmack und Duft beim Kochen. Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe wie Mineralstoffe und Vitamin C sollte er weder in der Ernährung von Kindern noch in jener von Erwachsenen fehlen.

Der Südtiroler Blumenkohl mit Qualitätszeichen zeichnet sich besonders durch seine Festigkeit und schimmernd weiße Farbe aus. Blumenkohl ist sehr vielseitig verwertbar. Sie können ihn kochen, dünsten, überbacken oder auch roh essen. Wegen seines milden Geschmacks passt er hervorragend zu vegetarischen Gerichten, oder als Beilage zu Fisch, Fleisch, Geflügel oder Eiergerichten.


Radicchio

Radicchio wird in Südtirol vorwiegend im Pustertal und im Vinschgau angebaut. Natürlich wächst auch der Radicchio, wie alle Südtiroler Gemüsesorten, in höheren Lagen. Der Reifeprozess dauert durch die frische Bergluft länger. So bildet der Radicchio aus Südtirol eine besonders kräftige rote Farbe und einen guten Geschmack aus. Der Radicchio gehört zur Familie der Zychorie und ist reich an Vitamin C, Vitamin A, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Das Besondere an diesem Gemüse sind die appetitanregenden Bitterstoffe. Radicchio können Sie vielseitig anwenden. Roh als Salat, gegrillt, im Rohr überbacken oder im Risotto.


Eisbergsalat

Diese Salatsorte stammt ursprünglich aus Kalifornien und wird oft auch „Eissalat“ genannt. Südtirols Klima und Böden bieten die besten Voraussetzungen für ein gutes und langsames Reifen dieser Gemüsesorte. Eisberg ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen, vor allem Vitamin A. Verwenden Sie Eisbergsalat zum Garnieren von Hauptspeisen oder für belegte Brötchen.


Rote Rüben

Die Rote Rübe ist verwandt mit der Zuckerrübe und dem Mangold. Schon in der Antike kannte man sie. Im Mittelalter wurde alles was unter der Erde wuchs mit Skepsis betrachtet. Dann, ab dem 16. Jahrhundert, verbreitete sich diese Gemüsesorte in ganz Europa. Die Rübe wächst in Südtirols Berggebieten in einer gesunden natürlichen Umgebung. Sie wird hier vorwiegend im Pustertal angebaut. Rote Rüben können Sie als Rohware, gekocht im Vakuumbeutel oder im Glas kaufen.

Rote Rüben haben viele wertvolle Inhaltsstoffe. Schon im Volksmund hieß es: „Durch Rote Rüben werden die Schwachen stark und die Schüchternen mutig“. Die Rote Rübe enthält hohe Anteile von Folsäure, Mineralstoffen wie Eisen, Mangan, Kupfer, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Schwefel und Jod und Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6. Der süßliche Geschmack der Roten Rüben passt hervorragend zu Salaten, aber auch zu Eintöpfen und als Gemüsebeilage.


Kartoffeln

Südtiroler Kartoffeln werden im Pustertal angebaut. Für den Anbau werden nur ausgewählte, gesunde Saatkartoffeln verwendet. Nach den Kocheigenschaften unterscheidet man:
  • mehligkochende Kartoffeln für Nocken, Püree, und Pommes frites
  • vorwiegend festkochend Kartoffeln für Brat- und Röstkartoffeln, Gemüsesuppen, Eintöpfe und im Ofen gebackene Kartoffeln
  • festkochende Kartoffeln für Salate 
Damit Sie die Südtiroler Kartoffeln beim Kauf schnell unterscheiden können, werden sie je nach Sorte und Konsistenz mit verschiedenen Farben (gelb, rot, grün) gekennzeichnet.



Kohl und Kraut

Weißkohl wird in Südtirol im Eisacktal, im Pustertal und im Vinschgau auf bis zu 1.000 Höhenmetern angebaut. Aus dieser Gemüsesorte stellt man auch das beliebte Sauerkraut her. Das Sauerkraut entstand, weil man im Winter eine wichtige Vitaminquelle brauchte. Der Weißkohl ist kalorienarm enthält aber viel Vitamin C. So erfand man diese Methode, um den Weißkohl für längere Zeit haltbar zu machen.

Auch für die Seefahrt war das Sauerkraut unentbehrlich. Es war die einzige Vitamin-Quelle auf den langen Reisen. Noch heute wird in Südtirol die traditionelle Herstellungsmethode angewendet. Der Kohl wird in dünne Streifen gehobelt, gepresst und gesalzen. Die enthaltene Milchsäure fördert den natürlichen Gärungsprozess. So wird das Kraut über längere Zeit haltbar.


>> Tipps für die Zubereitung der einzelnen Gemüsesorten finden Sie unter „Tipps“ 

>> Zu welcher Jahreszeit kann man die einzelnen Gemüsesorten kaufen? Mehr dazu unter „Zahlen und Fakten“
Tipp: frische Spargel erkennen
Frischen Spargel erkennt man an geschlossenen Köpfen, gleichmäßigem Wuchs, einem noch feuchten, nicht hohlen Ende und am quietschenden Geräusch, das frische Spargelstangen beim Aneinanderreiben erzeugen.
Kellerei Terlan
Terlan