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Die Herstellung der Grappa

Was ist Grappa?

Der Name „Grappa“ kommt ursprünglich von dem italienischen Wort „grappolo“. Dieser Begriff steht für Traube. Die Grappa ist ein Destillat aus den Schalen der Weintraube, den Trestern. Die Trester fallen als Nebenprodukt in der Weinherstellung an. Die Grappa ist also ein Tresterbrand. Der Begriff „Grappa“ darf nur für die italienischen Tresterbrände verwendet werden.


Wie wird Grappa hergestellt?

In Italien ist die Anwendung des sogenannten direkten Destillationsverfahrens vorgeschrieben. Diese Methode der Destillation ist sehr aufwändig. Sie garantiert aber eine hohe Qualität der Grappa.

Je nach Traubenart ist die Herstellung der Grappa in der Anfangsphase unterschiedlich. Das hängt vom Zeitpunkt ab, an dem die Trester, also die Traubenschalen, vom Most, dem Traubensaft, getrennt werden. Bei der Herstellung eines Weißweines werden die Trester sofort vom Most getrennt. Sie müssen also zunächst durch Zusatz von ausgewählten Hefen vergoren werden. Bei der Rotweinherstellung werden die Traubenschalen gemeinsam mit dem Most vergoren. Die Trester sind bereits vergoren und es kann direkt mit der Destillation begonnen werden.

Der Trester wird nun erhitzt. Die Dämpfe steigen auf, werden abgeleitet, dann gekühlt und schließlich als Flüssigkeit in einem Sammelbecken aufgefangen. Dieser Vorgang, die Destillation, wird mit verschiedenen Temperaturen wiederholt. Jeder einzelne Stoff hat eine spezifische Temperatur, bei der er verdampft, also destilliert. So können die unerwünschten Stoffe von den reinen Alkoholdämpfen und den Aromastoffen getrennt werden.
Tipp: Grappa genießen
Das Grappaglas zu einem Viertel füllen und 10 bis 15 Minuten warten. Dann den Duft kurz einatmen und wirken lassen. Nicht zu lang die Nase über das Glas halten, denn die Alkoholdämpfe ermüden den Riechsinn. Lieber kurz und öfter hineinriechen. Nachher einen kleinen Schluck nehmen, im Mund zirkulieren lassen und schlucken.
Mauracher-Fischerhof
Girlan