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Biersorten mit Qualitätszeichen

Vielfalt und Braukunst

In Südtirol gibt es eine große Vielfalt an Bierspezialitäten: vom zarten Leichtbier bis zum Starkbier, das gern zur Fastenzeit getrunken wurde. Dazu kommen saisonale Bierspezialitäten. So erhält das Bier durch die Zugabe von Gewürzen und Kräutern ein ganz besonderes Aroma. Hier finden Sie eine Auswahl der beliebtesten Biere in Südtirol:

Märzen

Untergäriges Bier, das in den kälteren Wintermonaten meistens im März gebraut wurde, um so den Sommer über verfügbar zu sein. Es wurde in den tiefen Lagerkellern mit Eis bedeckt und konnte, auch ohne Kältemaschinen, gut gelagert werden. Märzen sind kräftige Biere von dunkelgelb bis bernsteinfarben, mit einem etwas höheren Alkoholgehalt von bis zu leicht unter 6 Vol.% und stärkerer Hopfengabe. Dies erhöht die Haltbarkeit des Bieres.

Helles

Unter dem Einfluss Bayerns wurden um 1900 helle Biere in Südtirol immer beliebter. Sie sind untergärig gebraut und hellgelb in der Farbe. Der Alkoholgehalt liegt um die 5 Vol.% und die Hopfengabe ist sehr zurückhaltend. Sie sind daher meist wenig bitter im Geschmack.

Wiener Lager

Das vom österreichischen Braupionier Anton Dreher entwickelte Bier war in Südtirol einst sehr verbreitet. Die Entwicklung der Kältemaschine ermöglichte die industrielle Produktion dieses untergärigen Bierstils. Das Wiener Lager ist bernsteinfarbig und hat einen malzigen Körper mit etwas kräftigeren Hopfennoten. Der Alkoholgehalt liegt meist leicht unter 5 Vol.%.

Bock

Dieses ursprünglich aus Norddeutschland stammende Bier kam sehr bald mit der deutschen Bierkultur nach Südtirol. Es ist ein untergäriges Bier, das im 17. Jahrhundert entstand und einen kräftigen Körper und Farbe besitzt. Man erkennt es am ausgeprägten Malzgeschmack und Alkoholgehalt über 6 Vol.%. Auch mit Hopfen wird nicht gespart, Bockbiere haben eine betonte Bitterkeit. Bock gibt es auch als Weizen Bock mit Weizenanteilen gebraut oder auch als Doppelbock Bier, welches einen noch höheren Alkoholgehalt besitzt.

Gewürz- und Kräuterbier

Gewürz- und Kräuterbier war im Mittelalter in ganz Südtirol verbreitet. Die obergärigen Biere wurden oft von Frauen mit den jeweils verfügbaren Braugetreiden, wie Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel usw. gebraut und mit verschiedensten Zutaten, wie z.B. Rosmarin, Wacholder, Salz, wildem Hopfen gewürzt. Die Farbe variiert je nach Zutat von hellgelb bis schwarz und der Alkoholgehalt schwankt je nach Biersorte. Gewürz- und Kräuterbiere wurden in Südtirol im Laufe der Zeit von den mit Hopfen gebrauten Bieren verdrängt. Heute erlebt gewürztes Bier eine Renaissance.

Tipp: mit Schaumkrone schmeckt's besser
Die Schaumkrone ist nicht nur für die schöne Optik des Südtiroler Bieres verantwortlich, sondern auch für dessen Geschmack. Ein Bier mit voller Schaumkrone schmeckt frischer und intensiver, da über die Nase mehr Aromen aufgenommen werden können.
AH Bräu Sachsenklemme
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